Geförderte Projekte

2009-2011
2002-2008

Eine Auswahl von geförderten Projekten 2009 bis 2011 aus Bildung, Kultur, Soziales, Ökonomie, Landwirtschaft und Pädagogik

  1. NaSchEi-Agentur: Entwicklung des Modells der Bildungsgenossenschaft Eimsbüttel (BeGEIsterung) als Möglichkeit eines selbstorganisierten zivilgesellschaftlichen Engagements
    Demokratie - nur ein Wahlakt? Mitnichten. Demokratie ist vor allem auch eine Methode der Verständigung, der Entscheidungsfindung und der Konfliktlösung in Familie, Kollegium und Klasse. Dieses Demokratieverständnis kommt in betzavta zum Ausdruck, einem 1988 in Jerusalem entwickelten Bildungsprogramm, das in der israelischen Friedensbewegung seinen Ursprung hat und deutschen Gegebenheiten angepasst worden war. Die Hamburger NaSchEi-Agentur favorisiert betzavta als Verständigungsmethode für die Entwicklung der Bildungsgenossenschaft Eimsbüttel. 2010 veranstaltete sie unter dem Titel "Bezavta - miteinander. Training für Demokratie-, Toleranz- und Menschenrechtsentwicklung" ein Seminar. Jugendliche und Erwachsene konnten hier auf Basis eigenen Verhaltens Themen, wie Ausgrenzung und Gerechtigkeit erproben. Das Ziel dabei war, sich bewusst mit dem eigenen, oftmals nicht widerspruchsfreien Denken und Fühlen auseinanderzusetzen, Empathie für fremde Positionen zu entwickeln sowie die eigene Konfliktkompetenz zu verfeinern. Dank einer Spende des Herrn Schierholz konnte dieses Trainingsseminar realisiert werden.
  2. Entwicklungsforum Bangladesh e.V.: "Energie und nachhaltige Entwicklung in den Entwicklungsländern am Beispiel Südasiens"
    Unter diesem Titel veranstaltete das Entwicklungsforum Bangladesh e.V. im September 2011 eine Tagung in Hamburg. Die Vorträge problematisierten den Zusammenhang von Energie und Zivilisation, von Energieversorgung und Armutsbekämpfung sowie die globale Energielandschaft. Sie erörterten des Weiteren die speziellen Probleme und Potenziale der Energieversorgung in Südasien und stellten ganz konkret Energieprojekte aus Bangladesch sowie Lösungen zur Bewältigung seiner Energiekrise vor. Sich hieran anschließende, moderierte Podiumsdiskussionen sowie Arbeitsgruppen bereicherten den Wissensaustausch über diesen dringlichen Themenkomplex. Musik, Kultur und Kulinarisches aus Südasien gaben der zweitägigen Veranstaltung einen sinnlichen Rahmen.
  3. Kulturbrücke e.V.: "Switch for Bigs"
    Menschen aus über 180 Nationen leben in Hamburg - und das ist nicht immer einfach. Oft wird der Andere als Fremder erlebt, der verunsichert, überfordert oder Angst macht. Vor diesem Hintergrund engagiert sich der Verein Kulturbrücke Hamburg e.V. für den direkten interkulturellen Dialog: So wurde 2010 das Projekt Switch Bigs, das 2006 ursprünglich als Switch Kids für Kinder ins Leben gerufen worden war, aufgrund reger Nachfrage nun auch für Erwachsene konzipiert. Getreu dem Motto "Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen" besuchten sich bei Switch Bigs pro Veranstaltung gegenseitig vier Singles oder Paare - drei nicht-deutscher und eines deutscher Herkunft - an vier Tagen innerhalb Hamburgs. Durch diesen Kontakt, durch gemeinsames Einkaufen, Kochen oder Spielen in familiärer Atmosphäre lernten sie sich gegenseitig und ihre Eigenheiten besser kennen. Das half, Hemmschwellen abzubauen, wirkte klischierten Erwartungshaltungen entgegen und sorgte für ein heiteres Miteinander. Insofern gab Switch Bigs den Impuls für eine respektvolle, interessierte und chancenreiche Begegnung der Kulturen in Hamburg.
  4. LichtwarkSchule: "Farbmäuse"
    Lichtwarkschule Die LichtwarkSchule in Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, die kreativen Potenziale bei Kindern zu entdecken und deren Entfaltung durch die Mittel der Bildenden Kunst möglichst früh zu fördern - gerade auch bei Kindern mit speziellem Förderbedarf. Im Rahmen des Pilotprojekts Farbmäuse, das 2011 in Kooperation mit der Museumspädagogik und unter ehrenamtlicher Einbindung der Eltern stattfand, besuchten Fünf- bis Sechsjährige das Museum für Kunst und Gewerbe. Hier sammelten sie Eindrücke von Bildern und Objekten, um anschließend selbst tätig zu werden. Unter Anleitung einer Künstlerin und einer Kunsttherapeutin, mittels Farben, Geschichten und vielfältiger Materialien entstanden originelle Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten. Dieses Arbeiten stärkte die (Selbst-)Wahrnehmung, die Phantasie und Konzentration der Kinder. Sie lernten eine bildreiche Sprache kennen. Die abschließende Präsentation der Bilder und Objekte in der Einrichtung bestärkte die Kinder zusätzlich in der Wertschätzung ihres Tuns - und erhöhte bei den Eltern die Akzeptanz für eine Erziehung der Kinder unter ästhetischen Prämissen. Auf Wunsch der Eltern wurde dieses Pilotprojekt verlängert.
  5. Interkultureller Waldorfkindergarten Hamburg-Wilhelmsburg: Aufbauarbeit
    Waldorfkindergarten Wilhelmsburg Getreu dem Grundsatz "Egal, woher du bist, du bist willkommen" nimmt der Interkulturelle Waldorfkindergarten Wilhelmsburg alle Kinder dieses benachteiligten Stadtteils auf - ungeachtet ihrer Herkunft, Befähigung und Religion: So sind hier auch Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder mit Sprachförderbedarf, Kinder aus sozialen und kulturellen Brennpunkten ausdrücklich erwünscht. Sie erhalten auf Grundlage der bewährten pädagogischen Ideale Rudolf Steiners und der damit verbundenen Wertschätzung kultureller Vielfalt eine aussichtsreiche Bildungsalternative. Die schnell wachsende Zahl der hier betreuten Kinder zeigt, wie gut sich dieser innovative Kindergarten seit seiner Eröffnung 2009 bewährt. Durch eine Spende konnte der Kindergarten, der durch die 2008 gegründete Initiative Interkulturelle Waldorfpädagogik in Wilhelmsburg ins Leben gerufen worden war, in seiner weiteren Aufbauarbeit unterstützt werden.
  6. Hofkinder e.V.: Bauliche Instandsetzungen
    Hofkinder Ein Waldstück des Demeterhofes Tangsehl im Wendland beheimatet den Waldkindergarten Hofkinder e.V. Ein eigenes Kindergartenhaus konnte auf dem Hof bisher noch nicht realisiert werden. Schutz und Unterkunft finden die Kinder deshalb vor allem in einem im Wald gelegenen Bauwagen oder - bei sehr schlechten Witterungsbedingungen - auch im sogenannten Schülerhaus sowie im Stall auf dem Hof. Der Bauwagen wies allerdings Mängel auf: Weil er undicht war, entwich Wärme, und der Eingangsbereich war nicht hinreichend kindgerecht angelegt. 2011 konnte der Bauwagen durch eine Förderung renoviert und um einen Terrasseneingang erweitert werden; auch der Vorplatz des Bauwagens wurde angemessen und sicher gestaltet. Da ein eigenes Kindergartenhaus dennoch Projektziel bleibt und der Landkreis hiervon überzeugt werden muss, wurde zusätzlich die Zusammenarbeit mit einer professionellen Kita-Beratung gefördert.
  7. Freie Waldorfschule Wöhrden "School op de Wurth": Aufbauarbeit
    Das kleine, nur ca. 1.350 Einwohner zählende Wöhrden in Schleswig-Holstein nennt eine Waldorfschule sein Eigen - eine Dorfschule, die die Unter-, Mittel- und Oberstufe beschult. Erst 2007 gegründet, ist diese Waldorfschule ein noch junges Schulprojekt, das für die Gemeinde schon jetzt überaus zukunftsweisend und stabilisierend wirkt: Gerade vor dem Hintergrund, dass in vielen ländlichen Regionen die Schulen geschlossen werden, ist die Etablierung einer Dorfschule mit waldorfpädagogischer Ausrichtung für Wöhrden ein Demographieprojekt allererster Güte - für Familien ein Grund, in Wöhrden zu leben, zu wirtschaften oder dorthin zu ziehen. Die Waldorfschule Wöhrden bietet Kindern neben dem Waldorfabschluss auch alle bekannten staatlichen Schulabschlüsse an. Dieses wichtige Projekt wurde durch eine Anschubfinanzierung gefördert.
  8. Landbau Gemeinschaft Parchim/Putlitz e.V.: SiebenGiebelHof-Kapelle
    Im Grenzgebiet Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs, auf dem nach Demeter-Richtlinien wirtschaftenden SiebenGiebelHof in Drenkow, schuf die Landbau Gemeinschaft Parchim/Putlitz e.V. 2010 einen 1,8 km langen Erlebnis- und Umweltlehrpfad. Dessen thematische Verknüpfung von Kunst, Kultur und ökologischer Landwirtschaft bietet Jugendlichen eine heimatbezogene Identifikationsperspektive und fördert ihre Einsicht in Sinn und Notwendigkeiten des Lebens. Um diesem Lehrpfad einen Ruhepunkt zu geben, wurde der Bau einer kleinen Kapelle am Waldrand finanziert. Konzipiert in Anlehnung an die Schönstatt-Bewegung, die eine internationale Modernisierungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche ist, lädt die Kapelle ein, für Menschen aller Konfessionen und Glaubensrichtungen ein Ort der Besinnung und Begegnung zu sein. Während in den alten Bundesländern 54 solcher kleinen Kapellen stehen, ist die Kapelle des SiebenGiebelHofs erst die dritte ihrer Art in den neuen Bundesländern.
  9. Bella Donna - Ein Haus von Frauen e.V. in Bad Oldesloe
    Bella Donna Der gemeinnützige Verein Bella Donna - Ein Haus von Frauen e.V. ist ein in Schleswig Holstein einmaliges Projekt. Es wurde 1998 durch die ehrenamtliche Initiative von neun Frauen ins Leben gerufen und finanziert sich ausschließlich durch private Mittel. Ob Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Workshops, Meditation, Theater oder private Feiern - im Bella Donna Haus finden Frauen vielseitige Räume für Arbeit, Begegnung, Kultur und Soziales. Ebenso gehören feste Mieterinnen aus dem sozialen und heilerischen Bereich zum Hauskonzept. In dieser Gemeinschaft werden die in unserer Gesellschaft zu wenig berücksichtigten positiven weiblichen Anteile des Füreinandereinstehens, der Wertschätzung und Achtsamkeit erlebbar. Insofern richten sich die Angebote im Haus nicht nur an Frauen sondern auch an Männer und Kinder. Insgesamt versteht sich die Arbeit des Vereins als ein Wirken an der Basis, als ein sichtbares Zeichen gelebter Frauenpolitik, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen zu verbessern versucht. Durch eine anonyme Spende wurde der Verein in seiner laufenden Arbeit unterstützt.
  10. Straßenmagazin Hinz und Kunzt gGmbH: "Hotelreport"
    Hotelreport Eines der journalistisch und politisch aufwändigsten Projekte des monatlich erscheinenden Hamburger Straßenmagazins Hinz und Kunzt ist der Hotelreport. Dieser erscheint seit 2007 alle zwei Jahre und veröffentlicht die Vergütungssätze der Zimmermädchen und Room Boys der in Hamburg ansässigen gut 300 Hotels. Er möchte Verbraucher über eventuelle Dumpinglöhne im Hotelgewerbe aufklären und Hotelbetreiber in die Verantwortung tarifgerechter Lohnzahlungen bringen. In den vergangenen Jahren konnte der Hotelreport die Branche des Hotel-Reinigungsgewerbes durchaus positiv in Bewegung bringen. Mit der Februarausgabe des Magazins 2011 erschien der Hotelreport zum dritten Mal. Die dafür notwendige, äußerst sorgfältige Recherche war sehr zeitintensiv. Sie war aber auch unabdingbar, denn ein Recherche-Fehler bei diesem heiklen Thema hätte für das Straßenmagazin fatale Folgen haben können. Durch eine Bezuschussung konnte die solide Recherche des Hotelreports gesichert werden.
  11. Bertha von Suttner Haus e.V.: Konzeptentwicklung
    Berta von Suttner Für die Realisierung des Bertha von Suttner Hauses im Hamburger Bezirk Altona erhielt der gleichnamige Verein 2010 Fördermittel für die Erarbeitung eines fachlich fundierten Konzepts. Bereits 2008 gegründet, arbeitet der gemeinnützige Verein gemäß dem Motiv "Frieden im Inneren des Menschen und der Welt beginnt beim Handeln am Existentiellen". Wohnen werden in dem Haus ältere Menschen und Menschen, die sich in der Ausbildung befinden. Sie alle werden mit den Nutzern der Räume im Erdgeschoss und Souterrain, mit Künstlern, Therapeuten und Ausbildern, eine Atmosphäre des konstruktiven Dialogs schaffen. Ganz besonders wird das Haus dahingehend auch durch die Jugendinitiative globalfairstrickt geprägt werden. In dieser bereits aktiven Initiative geht es um weltbezogenes Handeln in annähernder Übereinstimmung mit den ganz eigenen - oft eher nur leise wahrnehmbaren - jugendlichen Idealen. Hierbei entstehende Reibungsprozesse, die der Wärmebildung dienen, sind für den Frieden im Sinne Bertha von Suttners genauso gefragt wie mutige innere Gratwanderungen.
  12. abgeordnetenwatch.de
    abgeordnetenwatch Der Vision einer selbstbestimmten Gesellschaft kommt das unabhängige Internet-Portal abgeordnetenwatch.de mit Sicherheit ein Stück näher: Auf abgeordnetenwatch.de können Bürger Abgeordnete und Kandidierende aus dem Bundestag, dem EU-Parlament und sieben Landtagen öffentlich befragen - und diese stehen Rede und Antwort. Dieser Dialog sorgt für Transparenz, vor allem aber sorgt er für Verbindlichkeit in den Aussagen der Politiker: Denn abgeordnetenwatch.de ist ein virtuelles Wählergedächtnis, es archiviert alle Statements und Kommentare. Auch können Bürger auf abgeordnetenwatch.de das Abstimmungsverhalten ihrer Volksvertreter sowie deren Nebentätigkeiten einsehen und ihnen somit kritisch auf die Finger schauen. Seit seiner Gründung in einer Hamburger Kiez-Kneipe im Jahr 2004 hat sich das durch drei hauptberufliche und freie Mitarbeiter organisierte Portal gut etabliert und schreckt nicht mehr allzu viele Politiker. Aufgrund der plötzlich vorgezogenen Hamburgischen Bürgerschaftswahlen 2011 wurde abgeordnetenwatch.de in seiner Arbeit unterstützt.
  13. Stiftung Aktion Kulturland e.V./Mirandahof: Werkküche
    Seit 2008 bewirtschaften die Pächter-Eheleute Kröger im niedersächsischen Stuckenborstel den Mirandahof, der sich im Besitz der gemeinnützigen Stiftung für Landwirtschaft und Ökologie, Aktion Kulturland, befindet. Der Mirandahof ist ein kleiner biologisch-dynamischer Gärtnerhof. Er integriert sozialtherapeutische Betreuungsangebote für psychisch kranke Menschen in sein Konzept eines heilsamen Miteinanders von Mensch und Natur. Auch die pädagogische Arbeit fördert der Hof: Kinder und Jugendliche können hier Erfahrungen mit dem Organismus eines Hofs, mit Pflanze, Tier und Erde sammeln, Praktika absolvieren oder sich für Berufsausbildungen qualifizieren. Für eine dringend benötigte Werkküche im umgebauten ehemaligen Kuhstall erhielt der Mirandahof die entsprechenden Mittel. In dieser Werkküche können die psychisch betreuten Menschen oder die Schülergruppen die Produkte des Hofs zu gesunden und schmackhaften Mahlzeiten weiterverarbeiten.
  14. UrbanCamp 2011
    Urban Camp Täglich engagieren sich viele Menschen für Hamburg. Durch Initiativen für Umwelt und Gesellschaft gestalten sie diese Stadt, bringen sie weiter und machen sie lebenswerter. Frische Impulse erhielten diese gemeinnützigen Initiativen beim UrbanCamp 2011 im Werkheim in Hamburg. Hier trafen sich namhafte Akteure der lokalen Social-Media-Szene, freiwillig Engagierte, Blogger, Kreative, Entrepreneurs sowie alle, die dies noch werden wollen - mit dem Ziel, in einer offenen Umgebung voneinander zu lernen, Wissen zu teilen sowie Veränderungen, Probleme und Lösungen ihrer jeweiligen Engagements zu diskutieren. Das UrbanCamp fand im innovativen BarCamp-Format statt. Beim BarCamp gibt es keine Zuschauer, sondern ausschließlich Teilnehmer: Diskutiert wird auf der Basis einer Frage oder eines Vortrags in sogenannten Sessions, die alle, denen das Zuschauen und Zuhören zu wenig ist, aktiv in den Austausch einbindet. Durch dieses politisch unabhängige UrbanCamp eröffneten sich neue, spannende Perspektiven für die Hamburger Initiativen.
  15. Stiftung Zukunftsrat Hamburg e.V.: Studie Zukunftsfähiges Hamburg
    Wie zukunftsfähig ist Hamburg? Diese Frage beantwortet die Studie Zukunftsfähiges Hamburg. Zeit zum Handeln, die vom renommierten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erstellt wurde. Sie ist die erste Studie, die ein umfassendes Nachhaltigkeitsszenario für eine deutsche Großstadt entwirft: Auf Basis der fundierten Analyse der aktuellen Situation Hamburgs - unter Aspekten des Verwaltens, Versorgens, Wachsens, Wertschöpfens, Lebens und Arbeitens - zeigt die Studie, wie sich die Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtpolitik in den kommenden Jahren bewältigen lassen. Sie präsentiert innovative Handlungsansätze für Individuum und Politik und bestärkt in der Ambition, Hamburg weiter voranzubringen. Die Studie wurde durch den Zukunftsrat Hamburg, das Diakonische Werk Hamburg sowie den BUND beauftragt und erschien im Herbst 2010 im Dölling und Galitz Verlag. Für seine Initiative zur Studie erhielt der Zukunftsrat Hamburg e.V. eine Unterstützung.
  16. Circus Mignon
    Der für seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vielfach prämierte Hamburger Kinderzirkus Mignon konnte durch ein Darlehen unterstützt werden. Der Circus Mignon, vor einiger Zeit noch ein kleines integratives Kulturprojekt, ist mittlerweile ein mittelständisches, weitverzweigtes und facettenreiches Zirkus-Unternehmen, das Heranwachsenden großartige Spielflächen bietet: Ob vor oder hinter den Kulissen, so z.B. in Technik, Handwerk und Gastronomie - hier findet jeder, auch aus schwierigen sozialen Verhältnissen, seinen Platz im großen Ganzen. Und auch wenn nicht alle Kinder und Jugendlichen später professionell in der Manege arbeiten werden, so weckt ihre Zeit im Zirkus doch schlummernde Talente. Sie hilft ihnen, an Aufgaben zu wachsen, Bestätigung zu finden und ihren Weg für die Zukunft klar zu erkennen. Insofern tragen die bunten Ideen und Projekte des Circus Mignon nicht nur zur sensorisch-motorischen, sondern vor allem auch zur sozialen Integration Heranwachsender bei.
  17. Bernard Lievegoed Institut e.V.: Konzeptionelle Entwicklung des Asperger- und Autismus-Zentrums
    Die Zahl der in unserer Gesellschaft von leichten bis schweren autistischen Störungen betroffenen Kinder und Jugendlichen steigt. Speziell in Hamburg waren professionelle autismusrelevante Hilfen bisher nur lückenhaft vorhanden, wenig vernetzt und oftmals nur verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Aufgrund des hieraus resultierenden hohen Bedarfs etablierte das Bernard Lievegoed Institut ein Asperger- und Autismus-Zentrum mit umfassenden Angeboten für alle direkt oder indirekt Betroffenen. Umfassend insofern - und dahingehend neu für Hamburg -, als dass das Zentrum alle Hilfen unter einem Dach vereint: Diagnostik, Beratung, ambulante Familienbetreuung, Therapie sowie Fortbildung, Coaching und Informationsarbeit für das professionelle und familiäre pädagogische Umfeld. Neu für Hamburg ist auch, dass die Diagnostik auf der Basis anthroposophischer Menschenkunde und psychologischer Standards stattfindet. In der Entwicklung einzelner konzeptioneller Projekt-Bausteine wurde das Bernard Lievegoed Institut unterstützt.
  18. Alfred Schnittke Akademie International: "Primadonna"
    Primadonna Für die altonale 2012 erarbeiteten Studenten des Hamburger Privatkonservatoriums Alfred Schnittke Akademie International die Opernperformance Primadonna. Hierfür porträtierten die Studenten vier in ihrem Wesen und Wirken unterschiedliche Altonaer Frauen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Frauen, die bei aller Unterschiedlichkeit die kompromisslose Suche nach Selbstbestimmung in Liebe, Beruf, Erziehung und Bildung einte. In der Begegnung mit vier heute lebenden Bürgerinnen Altonas und deren Schicksalen, brachten die Studenten die historischen Biographien vielschichtig in Relation zur aktuellen sozialen Wirklichkeit Altonas. Es entstanden Improvisationen, die die Überwindung von Rollen als inneren Weg zu individueller Freiheit beschrieben. Insofern ging es bei Primadonna um mehr als die emanzipierte Frau, es ging vor allem um die Möglichkeit der Befreiung des Individuums - in einer durch äußere Umstände zunächst scheinbar festgelegten Welt.
  19. Eurythmietheater Orval: "Der kleine Muck oder die Kunst trotzdem groß zu sein"
    Der kleine Muck Das Eurythmietheater Orval hat im März 2011 begonnen, Wilhelm Hauffs Der kleine Muck in Szene zu setzen. Für die Präsentation dieser Produktion wurde das Theater beim Eurythmiewettbewerb EuLab11 an der Alanus Hochschule in Alfter mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das orientalische Märchen führt den kleinwüchsigen und mittellosen Kleinen Muck auf seiner Suche nach dem Glück durch allerlei Abenteuer. Tücken, Hinterlist und Habgier begegnen ihm hier. Aber sein gutes Herz, sein Sinn für Gerechtigkeit, sein frischer Mut, sein Fleiß und das Vertrauen in diesen inneren Schatz erretten ihn aus jeder Gefahr. Klug und kunstsinnig inszeniert, zeigt dieser Kleine Muck Kindern und Märchenliebhabern jeden Alters, wie gut es ist, sich selbst treu zu bleiben und sich durch nichts vom rechten Weg abbringen zu lassen.
    Das 50-minütige Stück wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 in Hamburg Premiere haben und anschließend auf Tournee gehen. Es wird an Waldorfschulen, in Heilpädagogischen Einrichtungen und auch außerhalb der anthroposophischen Szene zu sehen sein - in Kindertheatern, in Ferienorten und auf (Kinder-)Festivals. Für die Finanzierung der Probenarbeit erhielt der Verein zur Förderung der Eurythmie e.V. in Stuttgart Mittel.
  20. Akron e.V.: LandArt-Projekte
    GTS Krümmel Mit den LandArt-Projekten Das Innerste am Äußersten in Cornwall/ England und Keimzelle in Georgien erweiterte der vorrangig im Hamburger Umland tätige Akron e.V. 2011/12 erneut seinen Aktionsradius. Doch die Künstler stießen hierbei mit ihren bisher verwendeten Privatfahrzeugen an die Grenzen des Machbaren: Installationen an weit entfernten oder unwegsamen Orten, aufwändige Material-Transporte und auch der Bedarf, das Fahrzeug für die Projektdauer als Werkstatt und Wohnwagen zu nutzen, erforderten ein geländegängigeres und größeres Fahrzeug. Aus diesem Grund wurde der Kauf eines gebrauchten Allrad-Wagens mit hoher Anhänge- und Dachlast sowie der Kauf eines gebrauchten Anhängers bezuschusst. Auch Fahrten für die vielen Projekthelfer waren nun gesichert. Denn LandArt ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein soziales Projekt. Es ist angewiesen auf viele verschiedene Mitwirkende - auch Menschen aus schwierigen Lebenssituationen. Sie alle tragen diese Arbeit und nutzen sie für Begegnung, Meditation und neue Selbsterfahrung.
  21. Bäuerliche Gesellschaft: Wintertagung 2011
    "Wie gestalten wir unsere Höfe in die Zukunft?" Unter diesem Titel lud die Bäuerliche Gesellschaft Nord-Westdeutschland e.V. in Amelinghausen zu einer Landwirtschaftlichen Fachtagung - der Wintertagung 2011. Hier traf sich die Branche, um aktuelle Probleme zu diskutieren, um sich die eigenen Ursprünge noch einmal bewusst zu machen und um mit der nachfolgenden Generation über die Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Neben Vorträgen zu Fragen wie Warum wurde Rudolf Steiners Landwirtschaftlicher Kurs wirksam? oder Wo finden wir überschüssige Keimkräfte für die Gestaltung der Zukunft? präsentierten Demeter-Bauern, wie sie mit ihren Höfen kraft der Innovation heutige Herausforderungen meistern; auch Arbeitsgruppen zur Thematik Wie gestalten wir unsere Höfe in die Zukunft? und Hofnachfolge waren Teil dieser wichtigen Tagung.
  22. Shine power e.V.: Mahnerbe Tschernobyl
    2011 jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal. Für den gemeinnützigen Verein Shine power e.V. Anlass genug, kraft der Kreativität eine vernetzte, transnationale Erinnerungskultur zu initiieren, die der Opfer gedenkt, aus den Ereignissen lernt und sich für eine bessere Energiezukunft stark macht. In diesem Zuge entstand eine Wanderausstellung sowie im Himmel über der Geisterstadt Pripjat eine kilometerhohe Laserskulptur - ein strahlendes Memorial, das sich aus Bildern zusammensetzte, die Kreative aus aller Welt via Internet eingesendet hatten. Auch die Publikation des Manifests Mahnerbe Tschernobyl war Teil dieser Vernetzungsstrategie. Um dieses emphatische Manifest global kommunizierbar zu machen, wurde es in die meist verbreiteten Sprachen der Welt übersetzt. Die Übersetzungskosten wurden übernommen.
  23. TONALi10 Grand Prix: Ein Wettbewerb macht Schule
    tonali Der hochdotierte nationale TONALi10 Grand Prix ist ein Instrumentalwettbewerb für den solistischen Nachwuchs. Er wird vom 26. - 29. August 2010 erstmalig in Hamburg ausgetragen. Schirmherrin ist die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck. Ehrenpräsident ist der Dirigent Christoph Eschenbach.
    "..der Zukunft wollen wir Gehör verschaffen. Wir wollen junge Talente aus ganz Deutschland schon heute kennenlernen, sie nach Hamburg einladen und in Verbindung bringen mit jungen Hörern, die durch das TONALi-Projekt vielleicht das erste Mal mit klassischer Musik in Berührung kommen. Unser Ziel ist es, am 29. August 2010 mit dem TONALi-GRAND-PRIX-Finale im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg eine einzigartige Veranstaltung zu kreieren, die sich dadurch auszeichnet, dass ein vorwiegend junges Publikum seine gleichaltrigen Wettbewerbsfinalisten hört und diese dann mit einem Publikumspreis zusätzlich zum hochdotierten Jurypreis auszeichnet. Im Vorfeld erhalten Hamburger Schulen bis zum 30. April 2010 ein exklusives Karten-Vorkaufsrecht und können am TONALi-TicketContest (Schulwettbewerb) teilnehmen, der mit einer Reihe von innovativen Attraktionen aufwartet".
    Machen Sie sich ein umfassendes Bild von diesem einzigartigen Projekt musikalischer Nachwuchsförderung unter: www.tonali.de

Eine Auswahl von geförderten Projekten 2002 bis 2008 aus Bildung, Kultur, Soziales, Ökonomie, Landwirtschaft und Pädagogik

  1. Vereinsaktivitäten der Landbau Gemeinschaft Parchim/Putlitz e.V.
    Parchim 001Abwanderung, Überalterung und hohe Arbeitslosigkeit zeichnen die Sozialstruktur von Parchim/Putlitz im Grenzgebiet der Bundesländer Mecklenburg und Brandenburg. Aus dieser Betroffenheit heraus gründete sich 2003 der Verein Landbau-Gemeinschaft Parchim/Putlitz e.V. und formuliert sich das Anliegen, vor allem auch jungen Menschen neue, alternative Perspektiven aufzuzeigen. Die Aktivitäten des Vereins bieten durch die thematische Verknüpfung von Kunst, Kultur und ökologischer Landwirtschaft den Menschen vor Ort ein breites Identifikations-Spektrum, das Theaterseminare, Kino, Lesungen oder pädagogische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen umfasst.
  2. Roshni - Heilpädagogisches Projekt in Pakistan
    Die Begegnung der Kulturen des Orients und Okzidents mit einer würdigen Lebensperspektive für Menschen mit Behinderung zu verbinden, war der Anspruch der in anthroposophischer Pädagogik geschulten Eheleute Hannesen. Gemeinsam mit zwei Heilpädagogen gründeten sie 2001 im Dorf Roshni, am Stadtrand von Lahore/ Pakistan, ein Tageszentrum mit drei Werkstätten für behinderte Menschen. Diese haben hier die Möglichkeit, in der Biobäckerei, einer Holz- und Textilwerkstatt oder in der bio-dynamisch geführten Gärtnerei selbstständig tätig zu werden.
  3. Projektwettbewerb 2005
    Im Rahmen der Ausschreibung eines Wettbewerbs 2005 zeichnete sich das mit dem Umkreis e.V. initiierte Projekt Lernort Schülerhof besonders aus. Das Projekt richtete sich an Kinder und Jugendliche, die sich mit dem herkömmlichen Schulalltag schlecht arrangierten. Auf einem alten Bauernhof im südoldenburgischen Land hatten sie die Chance, durch sinnerfüllte Aufgaben neu motiviert zu werden und Kraft zu schöpfen. Die vielfältigen sozialen und lerntechnischen Erfahrungen auf dem Hof halfen den Schülern, ihre Schulsituation wieder konstruktiv zu begreifen.
  4. Vortragsreihe – Biologische Vielfalt
    Artenvielfalt ist für den kreativen Lebens- und Spielraum des Menschen und für alle natürlichen Ökosysteme extrem relevant. Dies verdeutlichte eine zweiteilige, durch den Sambucus e.V. initiierte Vortragsreihe anlässlich der UN-Naturschutzkonferenz zur biologischen Vielfalt im Mai 2008. Die Hauptursachen für den Schwund an Biodiversität und die Konsequenzen des Wandels wurden hier erörtert, aber auch alternierende Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt vorgestellt.
  5. Gemeinnützige Deutsche Naikan Gesellschaft e.V.
    Naikan 001Naikan bezeichnet ein intensives Meditationsverfahren: Die innere Betrachtung des Selbst dient der Erkenntnis, dass der Mensch seine äußere wie innere Welt selbst gestaltet und verantwortet. Die Methode hilft Naikan-Übenden, geistige Fähigkeiten weiter zu entfalten, Betrachtungsweisen auf das eigene Leben zu ändern, um wieder Sinn und Erfüllung zu finden. Die gemeinnützige Deutsche Naikan Gesellschaft e.V. setzt seit vielen Jahren diese in Japan entwickelte Methode in Deutschland ein und konnte 2002 ihre Aktivitäten weiter ausweiten. So fördert der Verein Veröffentlichungen, Vorträge und Kongresse zum Thema und unterstützt Seminare für Suchthilfe- und Strafgefangenprojekte. In praktischer Anwendung ermöglicht die Jugendanstalt Hameln seit 2004 den Gefangenen im geschlossenen Jugendvollzug die Naikan-Methode.
  6. Vogthof Ammersbek e.V.
    Am Menschenbild Rudolf Steiners orientiert, arbeiten und leben auf dem Vogthof Ammersbek behinderte und nicht-behinderte erwachsene Menschen in Gemeinschaft. Um einem Bewohner dieses Hofes den selbständigen Umgang mit der Textverarbeitung an einem PC zu ermöglichen, wurde 2006 eine dementsprechende Software finanziert. Der Bewohner hatte in der Textverarbeitung bereits erfolgreich - jedoch mit einem nun veralteten Programm - gearbeitet und konnte durch die Neuanschaffung im Rahmen tagesstrukturierender Maßnahmen zahlreiche Aufgaben übernehmen und sich so individuell und produktiv in das Gemeinwesen integrieren.
  7. Farbige Schule
    Für die farbliche Gestaltung der Innenräume eines dringend notwendigen Erweiterungsbaus engagierte sich der Heilpädagogische Schulzweig der Freien Waldorfschule Oldenburg 2007. Eine angenehme Farbgebung fördert gerade auch bei Kindern mit Behinderung eine positive Lernatmosphäre und bereichert den Aufenthalt der Kinder in den Räumlichkeiten ihrer Schule. Unter professioneller Anleitung eines Farbgestalters und mit Hilfe von Eltern und Kollegen der Schule wurde dieses Projekt in den Sommerferien umgesetzt.
  8. Zirkusprojekt Magic Minimax
    Magic Minimax 001Die Realisierung eines Schülerzirkus im Juni 2008 wurde durch die Gemeinnützige Genossenschaft zur Förderung der Freien Schule Hitzacker betreut. Die Schüler der 7. Klasse studierten unter Anleitung zweier professioneller Artisten mit viel Engagement, Übungs- und Zeitaufwand ein komplettes Zirkusprogramm ein und präsentierten ihrem Publikum alle Disziplinen, die zu einem richtigen Zirkus dazugehören: von der Zauberei mit Großillusionen, komplizierten Trickmanövern und Musik bis hin zu Seiltanz, Fakiren und Clowns.
  9. Jugendzeitung der Hamburger Waldorfschulen
    Schüler schreiben für Schüler: Die hamburgweite und schulübergreifende Zeitung „Blickwechsel” wurde 2007 von Waldorfschülern ins Leben gerufen. Die Zeitung ermöglicht den sechs Waldorfschulen einen besseren kommunikativen Austausch und gibt der Kreativität der Schüler einen Ort der Verwirklichung. Die Zeitung bearbeitet Themen, die in anderen Medien nicht unbedingt zur Sprache kommen, liefert Denkanstöße und motiviert Schüler zur Aktion. „Blickwechsel” spricht die rund 1.000 Schüler der Oberstufe an.
  10. Studienfonds Mittel & Wege
    Mittel und Wege 001Der 1994 von Studierenden und Dozenten gegründete Studienfonds Mittel & Wege konnte seine Tätigkeiten für 2008/2009 weiter entwickeln. Alle Aktivitäten des Fonds - außer Buchhaltung - werden durch die engagierte, freiwillige Selbstorganisation der Studenten konzipiert und umgesetzt. Die Ausbildungsförderung einkommensschwacher Studenten durch Darlehen oder Schenkung orientiert sich am Leitbild solidarischen Interesses. Durch Mittel & Wege haben die Studenten einen Schritt zur selbst verantworteten Finanzierung ihres Studiums getan.
  11. 4.D – Raum für eurythmische Ausbildung
    4.D ist Name und Ort des seit September 2007 neu eingerichteten Studiengangs für Eurythmie in Hamburg. Menschen, die beruflich als EurythmistInnen in der Pädagogik oder in der Erwachsenenbildung tätig werden bzw. später eine künstlerische oder therapeutische Laufbahn einschlagen wollen, qualifizieren sich hier in Praxis und Theorie. Auch die Auseinandersetzung mit gegenwartsbezogenen gesellschaftlichen und kulturellen Fragen und das dabei entwickelte Interesse an der Welt gehört zum Ausbildungskonzept. Es soll die Studenten anregen, Freiheitsräume und berufliche Perspektiven schöpferisch selbst zu entwickeln, um sich aktiv gestaltend in das tägliche Leben und die Gesellschaft einbringen zu können.
  12. Kalif Storch
    Kalif Storch 001Bereits 2006 hatte das Eurythmie-Kinderprogramm des MondEnsembles mit „Die kleine Nachtigall” (2006) wunderbare Erfolge gefeiert und war bis jetzt an fast 50 Orten zu sehen. Aufgrund der großen Nachfrage inszenierte das MondEnsemble 2008 das Nachfolgeprojekt „Kalif Storch” frei nach Wilhelm Hauff. Ein humorvolles Abenteuermärchen aus dem alten Bagdad, das Jung und Alt begeisterte.
  13. Hausmeisterstelle bei dem Straßenmagazin Hinz&Kunzt
    Hinz und Kunzt 0012006 war die Hausmeisterstelle bei dem Straßenmagazin Hinz&Kunzt im Rahmen eines 1- Euro-Jobs mit einem Mann Ende vierzig besetzt worden, der Verlässlichkeit, handwerkliches Geschick und soziale Befähigung bewies, um in diesem Umfeld außergewöhnlicher Anforderungen zu arbeiten. Die Stelle sollte 2007 auslaufen und durch die Agentur für Arbeit neu besetzt werden. Aufgrund seiner massiv problembehafteten Biographie wäre dem Hausmeister nach Beendigung der Maßnahme die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt verwehrt geblieben. Durch eine Kofinanzierung konnte die Stelle in ein reguläres Arbeitsverhältnis umgewandelt werden und ermöglichte dem Mann eine stabile Integration in den Arbeitsalltag und eine langfristige Anbindung an das Projekt.
  14. Menschen für Volksabstimmung
    Mehr Demokratie 001Um Bürgern das Recht und die Möglichkeit einer selbst bestimmten und aktiven Teilnahme an Demokratie einzuräumen, rief der Mehr Demokratie e.V. ab Mai 2001 die Initiative „Menschen für Volksabstimmung” ins Leben. Volksentscheide ermöglichen jedem einzelnen Bürger die Mitbestimmung und Verantwortung in politischen Fragen und bieten Gelegenheit, eigene Ideen in die Gesellschaft einzubringen. Im Zuge der Initiative wurden 100.000 Unterschriften gesammelt und dem Bundestagspräsidenten übergeben.
  15. Kairos Eurythmy Training
    Der Schwerpunkt des Kairos Eurythmy Training in Südafrika bestand 2005/2006 darin, die Eurythmie als Beruf zu etablieren und für ein pädagogisches Konzept zu werben, das die Bewegung in die Erziehung integriert. Seit 2005 können die StudentInnen der Eurythmieschule mit dem Bachelor-Degree abschließen, was die Eurythmie in Südafrika als voll anerkannten Beruf festigte und viele neue Arbeitsfelder eröffnet hat. Die Arbeit des Kairos Eurythmy Training ist ganz wesentlich für die Entwicklung der Waldorfschulbewegung in Südafrika, sowie für die Bereicherung und Versöhnung der kulturellen Anforderungen vor Ort.
  16. Eliant-Unterschriftenaktion
    Eine Million Unterschriften will der Zusammenschluss von europäisch tätigen Verbänden und Institutionen angewandter Anthroposophie für die Lobbyarbeit in Brüssel sammeln. Initiativ engagierte sich die Hamburger Gesundheitsinitiative Victor Thylmann Gesellschaft, Verein zur Förderung der Anthroposophischen Medizin e.V. dafür, dass diese wichtige Unterschriftenaktion im Veranstaltungskalender „hinweis” mit einem Artikel vorgestellt wurde. Für das Verfassen dieses Artikels führte Christine Pflug Gespräche mit einem anthroposophischen Arzt, einem Waldorflehrer, einem bio-dynamischen Bauern und einem anthroposophischen Heilpädagogen.
  17. Toleranz … und was gehört dazu?
    RSS Bergstedt 001Schüler kommen ins Gespräch: Bereits vor drei Jahren entstanden die ersten türkisch-deutschen Schulprojekte zwischen den Hamburger Steiner- Schulen und dem deutschen Auslandsgymnasium Istanbul Lisesi. Auch 2008 ist diese Art der interkulturellen Schulprojekte eine von allen Seiten sehr begrüßte Form des gemeinsamen Lernens und der Völkerverständigung. So besuchten im Rahmen des Projekts „Toleranz ... und was gehört dazu?” die Schüler der 10. Klasse der Rudolf- Steiner-Schule Bergstedt im Mai dieses Jahres die Türkei und erwarten im September einen Gegenbesuch ihrer türkischen Parallelklasse.
  18. Haus Mignon
    Mignon 001Aufgrund der großen Nachfrage vieler Eltern von Kleinstkindern, Kindern im Vorschul- und Schulalter rief das Haus Mignon, Heilpädagogisch-therapeutische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des entwicklungsgestörten Kindes, 2006 ein musiktherapeutisches Angebot ins Leben. Schon lange ist die heilende, wohltuende und fördernde Wirkung von Musik bekannt. Besonders in der Arbeit mit Kindern ist die Musik ein chancenreiches Medium, das die individuelle Entwicklung von Kindern begleitet und unterstützt.
  19. ausstellungsraum. steiner haus
    Ausstellungsraum 001Das Rudolf Steiner Haus ist ein durch seine vielseitige Veranstaltungspraxis etablierter und beliebter Ort kulturellen und geistigen Austausches. Der mittlerweile renommierte Ausstellungsraum dieses Hauses präsentiert auch 2008 wieder zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen. Die Vernissagen wurden um ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, wie Konzerte, Vorträge und Performances erweitert. Das spricht auch ein neues Publikum an und verstärkt insgesamt die positive Resonanz auf das Steiner Haus.
  20. Mars Skipper Hof
    Mars Skipper Hof 001Rund um den als Kulturdenkmal geschützten Mars Skipper Hof hat der gemeinnützige „Ein Garten für die Sinne e.V.” mit viel ehrenamtlichem Engagement ein Angebot zur Sinnesschulung und Wahrnehmungs-förderung aufgebaut. Spielstationen in einer einzigartigen Naturlandschaft, anregende Installationen und eine Kreativitäts-Werkstatt laden ein, auf Entdeckungsreise zu gehen und schaffen einen Ort der Begegnung für behinderte und nichtbehinderte Menschen aller Altersgruppen. Ein Darlehen ermöglichte den Auf- und Ausbau dieses jungen Projektes.
  21. Natur und Spiritualität in der Musik
    Anlässlich der Komponistentagung des Musikseminar Hamburg e.V. gastierten im November 2006 der japanische Komponist Toshio Hosokawa und die amerikanische Komponistin Augusta Read Thomas in Hamburg. Die als Forum für zeitgenössische Musik und Kulturbegegnung zwischen Ost und West gedachte Veranstaltung war bereits die zweite ihrer Art. Unter dem Motto „Natur und Spiritualität in der Musik” präsentierten die Künstler verschiedener Kulturkreise, wie sie in ihrer Musik Bezug zur Natur nehmen. Neben Podiumsdiskussionen, Konzerten und Vorträgen fanden auch Eurythmieaufführungen statt.
  22. Täter-Opfer-Ausgleich
    Tenever 001Die Bremer Großsiedlung Osterholz Tenever ist besonders delinquenz- und kriminalitätsbelastet. Konflikte und Straftaten sind für alle Beteiligten sehr belastend. Von 2002 bis heute ist die dezentrale Schlichtungsstelle des Täter- Opfer-Ausgleich Bremen e.V. im Bewohnertreff Tenever Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils mit jeglichen Konflikten. Das Angebot ist für alle Beteiligten kostenlos und stellt häufig eine Alternative zum Gerichtsverfahren dar. Mittels sozialer Meditation wurden Konflikte geklärt, Lösungswege aufgezeigt und Wiedergutmachungen angestrebt.
  23. Pfingst-Kongress
    Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Münchner Kongress” veranstaltete im Mai 2007 die Anthroposophische Gesellschaft e.V., Zweig am Rudolf-Steiner-Haus Hamburg, einen Pfingstkongress. Unter dem Motto „Die Wiedergeburt der Mysterienkunst” widmeten sich Vorträge dem Kongress von 1907 und den Planetensiegeln. Mitglieder und Freunde des Zweiges arbeiteten an einer szenischen Lesung und Aufführung des Dramas von Eleusis und an der Nachbildung der Säulen, Siegel und des „roten Raumes”, um Farben und Formen erlebbar zu machen. Mit der Darbietung „Eleusis, ein mythisches Spiel” durch das Eurythmieensemble des Goetheanum fand die Veranstaltung ihren Abschluss.
  24. Tag des offenen Denkmals
    Offenes Denkmal 001Unter dem Motto „Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten” präsentierten am Tag des offenen Denkmals im September 2007 Denkmalpfleger, Kirchengemeinden und Architekten, Vereine und viele andere freiwillige Helfer interessante Objekte und boten Gelegenheit, Denkmäler und ihre Geschichte, sakrale Räume und Orte verschiedener Religionen und Konfessionen zu erkunden. Bereichert wurde das Programm durch Vorträge, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen und Konzerte an besonderen Orten.

 

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